Betrachtungen zu Melodys Krankheitsverlauf

A. Schulmedizinisch

B. Klassisch homöopathisch

C. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

A. Schulmedizinisch

Durch die Schulter-Op im Alter von 9 Monaten und die damit verbundenen Gaben von Anabolika ist Melodys Hormonhaushalt durcheinander geraten (Hinweis darauf ist die späte 1. Hitze). Die Gebärmutterentzündungen sind in aller Regel hormonellen Ursprungs und hätten auf dieser Basis behandelt werden müssen. Antibiotika sind, wie Melodys Fall zeigt, häufig wirkungslos bei Pyometra. Die Bakterien der Gattung Psuedomonas und Proteus, die bei Melody nachgewiesen wurden, sind bekannt dafür, dass sie auch in Knochenstrukturen und Gelenke wandern. Beim Menschen wird z.B. im Zusammenhang mit Ohrentzündungen, hervorgerufen durch Pseudomonas, vor Übergriffen auf den Schädelknochen gewarnt. In der Nutzviehhaltung ist ein signifikanter Anteil zwichen 5% und 20% von Gelenksentzündungen (häufig im Knie) als Folgeerscheinung einer Gebärmutterentzündung (hervorgerufen durch Pseudomonas und Proteus mirabilis) nachgewiesen. Sowohl Rinder und Schafe als auch Pferde sind auf Grund ihrer größeren wirtschaftlichen Bedeutung diesbezüglich besser untersucht als Hunde. Ca. 6 Wochen nach der Entfernung der entzündeten und vereiterten Gebärmutter traten bei Melody die ersten Beschwerden im Gangwerk auf. Die Schulter-Op war zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig ausgeheilt. In der Folgezeit wurde unsere Beobachtung einer Besserung des Gangwerkes im Zusammenhang mit Antibiotika-Gaben vom Tierarzt fataler Weise ignoriert. Fatal deshalb, weil dies ein typischer Hinweis auf eine rheumatoide Polyarthritis ist, aus der sich letztlich die Arthrose in den Knien entwickelt hat.
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B. Klassisch homöopathisch

Aus klassisch homöopathischer Sicht war die Kastration eine vollkommen falsche Maßnahme, denn hierdurch ist es zu einer Symptomverlagerung gekommen. Melody hat eine hömöopathische Grunderkrankung symptomatisch über die Gebärmutter ausgelebt. Da die Grunderkrankung aber durch die Kastration nicht ausgeheilt war, sondern lediglich das Symptom zum Verschwinden gebracht wurde, brach sie an anderer Stelle wieder aus, in Melodys Fall an ihrer nächsten genetisch determinierten Schwachstelle, an den Kniegelenken.

Diese Darstellung ist stark vereinfacht. Wir werden hier demnächst noch eine detaillierte homöopathische Fallbesprechung veröffentlichen.

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C. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Nieren-Meridian in besonderer Weise betroffen. Durch die Kastration wurde dem Nieren-Meridian Energie entzogen. Dadurch wurde der gesamte Organismus geschwächt.

Der Nieren-Meridian hat eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf das Reservior an Lebenskraft, die einem Lebewesen zur Verfügung steht. Ihm sind eine Reihe von Organen zugeordnet: z.B die Nieren, die Geschlechtsorgane, der Herzbeutel und die Knochen.

Melodys Krankheitsverlauf erfolgt exakt auf den Bahnen des Nieren-Meridians. Hinweise darauf sind neben den betroffenen Organen auch die häufigen Verstauchungen oder Zerrungen an den Fußknochen der Hinterhand. Die Goldakupunktur zielt letztlich auf eine Stärkung dieses Meridians ab. Auch die beginnende Spondylose im Lendenwirbelbereich liegt auf einem signifikanten Punkt desselben Meridians.

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Seitdem Melody die Goldakupunktur bekam, hat sie sich bisher nur noch einmal heftig vertreten (Dezember 2002), die Knie sind erheblich beweglicher geworden und nicht mehr so schmerzhaft.

Die klassische homöopathische Behandlung, die wir seit Anfang Februar durchführen, zeigt bereits gute Resultate. Melody ist wieder richtig fröhlich und steht (mit nur minimalen Gaben von Schmerzmitteln - duchschnittl. 1 Rimadyl/Tag) fest genug auf den Beinen, um unseren pubertierenden Jungrüden Joshua in die Schranken zu weisen.

DAS MELODY-PUZZLE