Wie wir auf den „Bären“ kamen

Schon lange hegte Sabine den Wunsch, unsere Familie durch einen Hund zu komplettieren. Eines Tages kam sie nach Hause mit einem Glänzen in den Augen und berichtete von „Otto“, einem riesigen Leonberger-Rüden, der ihr direkt zur Begrüßung den Kopf vertrauensvoll an den Bauch gelegt hatte und sich hingebungsvoll kraulen ließ. Patric war und blieb skeptisch.

Einige Wochen später: Wieder kam Sabine mit glänzenden Augen nach Hause, dieses Mal von einem Besuch bei einer uralten Freundin, Marke „lange nicht mehr gesehen“. Auch diese besaß einen Hund, der vor lauter Freude, sie (das erste Mal in seinem Leben) zu sehen, seine Sauberkeitserziehung glatt vergaß. Von der Größe her verkörperte er das andere Extrem: es war ein Cairn-Terrier. Patric zeigte sich schon gesprächsbereiter.

Wieder einige Wochen später zeigte sich das verräterische Glänzen abermals in Sabines Augen: Es war unser erster Familienurlaub, an der holländischen Nordsee im Sommer 1995. Es war ein traumhafter Sommer mit Badewetter und wir waren fast täglich am Strand. Von unserem Strandhäuschen aus, das etwas erhöht auf den Dünen lag, konnten wir alles gut überblicken. Eines Tages wuselte dort unten in einigen hundert Metern Entfernung ein riesiges, bepelztes schwarzes Etwas herum, rannte zum Wasser, schwamm, holte Stöckchen raus, schüttelte sich... Am nächsten Tag dasselbe Bild... und dieselbe Faszination... Am übernächsten Tag auch... aber dieses Mal war etwas anders: Sabine ging hin!!!

Damit war „die Sache durch“, wie man bei uns so schön sagt. Patric sah ein, dass Sabine sich mit einem kleineren Hund nie im Leben zufrieden geben würde. Also wurde er am nächsten Tag mitgeschleift und musste sich von dem nassen Neufi-Mädchen namens „Mo“ bepföteln, anspringen und abschlecken lassen. Der Charme dieser Neufi-Dame hat ihn dann restlos von dieser Rasse überzeugt, natürlich auch das Gespräch mit den begeisterten Besitzern.

Aus dem Urlaub zurückgekehrt, sollte natürlich so schnell wie möglich so ein „Bär“ Einzug halten. Wie so viele andere Anfänger auch, landeten wir natürlich zunächst über eine Zeitungsannonce bei der „Dissidenz“. Sabine war so frustriert und entsetzt, dass Taschentücher her mussten.


Aber wozu hat man schließlich Freunde? Einer von ihnen war und ist DWZRV-Mitglied (Barsoi-Fan). Der Ärmste musste schleunigst sämtliche verfügbaren Ausgaben des „UR“ vorbeibringen. Und so kamen wir zum DNK, zu Frau Brüning, zu unserer ersten Welpenliste (damals noch per Post und deshalb ungeduldigst erwartet), zu unseren ersten Züchtern und auch gleich zu unserem ersten Bären...



Amadeus (Bärchen) im Alter von 6 Wochen